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Pflege

Umlagerung eines Patienten durch einen Pfleger im Bett

linkInfoblatt Dekubitus - Prävention Lagerung (214.1 KB)

linkInfoblatt Hautreinigung und Hautpflege (97.9 KB)

linkInfoblatt Risikofaktoren Entstehung Dekubitus (52.3 KB)

linkInfoblatt Dekubitus - Stadieneinteilung (299.5 KB)

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Dekubitusprophylaxe

Mit Dekubitus (Druckgeschwür) bezeichnet man die lokal begrenzte Schädigung der Haut und des darunter liegenden Gewebes, in der Regel an knöchernen Vorsprüngen, infolge von Druck und/oder Scherkräften. Dekubitus ist ein unterschätztes Risiko. Nicht nur die unzureichende Entlastung der beanspruchten Körperregion, auch unsachgemäße Pflege kann dazu führen.

Wir vermitteln Maßnahmen, um einen Dekubitus zu vermeiden, denn die Behandlung eines Dekubitus hat meist weitreichende Folgen (lange Liegezeiten, OP-Risiko, psychische und physische Belastung, Narbengewebe). 

Tritt ein Dekubitus oder eine nicht mehr verblassende rote Stelle am Körper auf, ist sofortige Entlastung der Region und ausreichende Hautpflege unbedingt notwendig.

Wir versuchen, die Ursache des Dekubitus herauszufinden, um ein neuerliches Auftreten zu verhindern. So kann auch die Neuversorgung mit Hilfsmitteln oder ein neues Sitzkissen für den Rollstuhl notwendig werden.

Die Gefahr eines Dekubitus besteht lebenslang. Präventive Maßnahmen reduzieren das Risiko wesentlich.

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Gefahrenquellen

Gefahrenquellen für den Querschnittgelähmten können thermischer, chemischer und mechanischer Natur sein.

Beispielhaft für mechanische Gefahren sind scharfe Kanten, Schmuck, Gegenstände auf dem Sitzkissen oder im Bett. In Bereichen ohne Sensibilität entsteht oft ein starker Druck auf die Haut, der aber nicht gespürt wird. 

Chemische Gefahren sind falsche Reinigungsmittel, aber auch Erfrischungslotionen, die eine intensive Hautreaktion auslösen können (z. B. Franzbranntwein). 

Thermische Ursachen (z. B. Sitzheizung, Heizkörper, heiße Töpfe beim Kochen, heißes Wasser, aber auch Heizdecken, Wärmflaschen und Coolpacks) führen an sensibilitätsgestörten Bereichen des Körpers zu Verbrennungen. 

Risikofaktoren für ein Dekubitus sind neben Immobilität, Inkontinenz, Sensibilitätsstörungen aber auch auftretendes Fieber, Depressionen, Scherkräfte und mögliche Risiken wie Gewichtsschwankungen, Mangelernährung und Operationen.

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Blasen und Darmmanagement

Wir sind uns bewusst, dass dies ein sehr persönliches Thema für unsere Patientinnen und Patienten ist, und bemühen uns, ihre Intimsphäre zu wahren. Wir gehen sensibel aber bewusst auf den Patienten zu, da ein gut eingestelltes Blasen- und Darmmanagement die Grundlage für die Kontinenz schafft. Unsere reiche Erfahrung hilft uns, eine individuelle Lösung zu finden, die Zwischenfälle im Alltag vermeiden hilft.

Unsere Ziele in diesem Bereich sind:

  • die Aufklärung der Betroffenen und deren Angehörigen
  • die sachgerechte Anwendung von Hilfsmitteln, falls solche notwendig sind
  • die Suche nach einem körperschonenden Entleerungsregime mit Zeiten ohne Zwischenfall
  • die Vermeidung von Sekundärschäden
  • eine gesunde Haut

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Atemwege

Um die Atmung positiv zu beeinflussen, werden verschiedene Maßnahmen gesetzt mit dem Ziel, das sich ansammelnde Sekret in der Lunge zu lösen:

  • Atemstimulierende Einreibung - Basale Stimulation ®
  • Abhusten im Liegen und im Sitzen
  • Abklopfen
  • Spezielle Lagerungen
  • Inhalationstherapien
  • Anleitung zum regelmäßigen Durchatmen
  • Anwendung von Vibrationsgeräten
  • Verwendung eines BiPAP (Bilevel Positive Airway Pressure) Gerätes
  • Atemübungen, z. B. mit Tri-Flow

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Heimpflegetraining

Nach einem umfassenden Plan binden wir Angehörige in die Versorgung des Patienten ein. Ziel dieses Trainings ist es, die bestmögliche Versorgung des Patienten zu Hause zu gewährleisten, und der Betreuungsperson die Sicherheit zu geben, alle Handlungen richtig und selbständig auszuführen.

Das Heimpflegetraining dauert ca. ein bis zwei Tage. Anschließend kann das Erlernte in unserem Übungszimmer umgesetzt werden.